Willkommen im Weinland Kaiserstuhl
Hier finden Sie zahlreiche Informationen über den Weinbau am Kaiserstuhl. Lesen Sie mehr über die Winzer und den Kaiserstühler Wein.
Mit 4.177 Hektar Rebfläche ist der Kaiserstuhl heute eines das größte
der neun Anbaugebiete in Baden.
Die gesamte Rebfläche in der Europäischen Union ist per EU-Verordnung nach klimatischen Kriterien in Weinbauzonen aufgeteilt. Die meisten deutschen Weinbaugebiete gehören zusammen mit dem Weinbaugebiet Luxemburg zu der Weinbauzone A. Das Weinanbaugebiet Baden und somit auch das Weinland Kaiserstuhl gehört auf Grund seiner besonders günstigen klimatischen Bedingungen zur Weinbauzone B. Damit liegt es in der gleichen Zone wie die ebenfalls bekannten Weinbaugebiete Elsass, die Champagne und das Loire-Tal. Auch am Kaiserstuhl gelten somit bundesweit die höchsten Mindestanforderungen für den Qualitätsweinbau.
77 % dieser Rebfläche wird von genossenschaftlich organisierten Winzern kultiviert. Und zwar von 13 selbstvermarktenden Kooperativen und acht vollanliefernden Genossenschaftsbetrieben, deren Traubengut beim Badischen Winzerkeller in Breisach, der größten Winzergenossenschaft Europas, vinifiziert und vermarktet wird. Jahresabsatz auf genossenschaftlicher Ebene: rund 26 Millionen Liter.
Burgundersorten sind Trumpf
Die Statistik der Rebsorten zeigt klare Favoriten am Kaiserstuhl: die Burgundersorten sind mit fast 60 % der Anbaufläche die herausragenden Sorten. Deswegen wird das Weinland Kaiserstuhl auch oft als die Burgunderoase bezeichnet. Das Klima und der Boden am Kaiserstuhl bringen hochwertige Burgunderweine hervor, die inzwischen auch international immer mehr Beachtung finden.
| Anteil 2007 | Baden | Anteil | Kaiserstuhl | Anteil |
| Kerner | 77 | 0,5 % | 4 | 0,1 % |
| Müller-Thurgau | 2779 | 17,5% | 885 | 20,6 % |
| Riesling | 1173 | 7,4 % | 63 | 1,4 % |
| Ruländer/Grauer Burgunder | 1636 | 10,3 % | 823 | 19,2 % |
| Weißer Burgunder | 1141 | 7,1 % | 424 | 9,9 % |
| Blauer Spätburgunder | 5884 | 37,0 % | 1664 | 38,8 % |
| Gesamt | 15899 | 4288 |
Der Kaiserstuhl gilt als wärmster Landschaftsraum in Deutschland. In
Oberrotweil erreicht man zum Beispiel im Juli eine Mitteltemperatur
von 19,3°, im Januar von 0,6° und im Jahresdurschnitt von 10,0°. Maximale
Monatsmittel über 22° kommen häufiger vor und können durchaus bis in den Herbst
dauern. Diese hohen Temperaturen führen zu einer besseren Zuckerbildung in der
Traube und damit zu hohen Ausgangsmostgewichten der Kaiserstühler Weine.
Gleichzeitig sorgt die Niederschlagsverteilung für ein optimales Wachstum der
Reben. Mit 636 mm hat Ihringen fast 300 mm weniger jahresniederschlag wie das
nahe gelegen Freiburg, wo 941 mm gemessen werden. Die meisten Niederschläge
fallen in einer Zeit des starken Wachstums im Juni und Juli.
Die Sonnenscheindauer liegt am Kaiserstuhl bei 1858 Stunden. Im Spätherbst stellen sich häufig Nebel ein. Dieser Wechsel von Nebel und Sonnenschein fördert die Traubenreife beträchtlich.
